Über uns

Neun der Schlamperei eng verbundene Fastnachter des Karlsruher Stadtteiles Daxlanden gründeten am 11.11.1988 die aus der westlichsten Karlsruher Fastnachtshochburg nicht mehr wegzudenkende Freie Narrenzunft Daxlander Schlampen. Der Fund einer Daxlander Bürgermeisterrechnung aus dem Jahre 1697 dokumentiert eine fastnächtliche „Zehrung“ und somit die Fastnacht als wohl einen der ältesten Volksbräuche in Daxlanden. Intention der neun Daxlander war und ist, das alte Daxlander Fastnachtsbrauchtum wieder zu dem zu machen, was uns unsere närrische Urahnen hinterlassen haben. Geschnitzte Holzmasken ersetzten die bis dato gebräuchlichen Masken aus Papier oder Plastik, ein einheitliches, aber klassisches Häs bestehend aus Jacke, Rock, Spitzenunterhose, Schürze, Kopftuch sowie einem schwarzen Strohhut mit rot-weißen Federn sorgt für die Anonymität der Maskenträger beim schlampigen Fastnachtsbrauchtum. Holzrätschen sorgen für ein entsprechend lautstarkes Auftreten der großen und kleinen Schlampen. Eine extra geschaffene Zunfthexe symbolisiert die überlieferten hässlichen Schlampen. Diese zusätzlich mit Schellen behangene weitere Narrenfigur ist satzungsgemäß auf 1:10 limitiert, d.h. dass auf 10 Schlampen nur 1 Hexe zugelassen ist. Vielfältige Aktivitäten unter maßgeblicher Mitwirkung der Zunft prägen das Daxlander Fastnachtsgeschehen, wie das Narrenbaumstellen und –fällen, der närrisch-musikalische Zug durch die Daxlander Lokalitäten am Schmutzigen Donnerstag oder der Daxlander Fastnachtsumzug. In der von der Zunft wiederentdeckten und seit über 20 Jahren von den Narren wieder neuaufgelegten Karlsruher Fastnachtszeitung „Die Knallerbse“ lassen sich neben närrischem Blödsinn jährlich auch Abhandlungen des Zunftmeisters der Narrenzunft zum fastnächtlichen Brauchtum nachlesen. Teilnahmen an närrischen Treffen vervollständigen den jährlichen närrischen Fahrplan der Fastnächtler.

 


 

Proklamation

Vernehmt der Narren weisen Rat,
so wie ich Euch verkünden tat,
daß itzo mit dem heut'gen Tag
die Narretei beginnen mag.
daß jetzt und hier zu jeder Stund
das Narrenrecht, so geb ich kund,
durch uns're frohe Narrenschar
befolgt wird noch so manches Jahr,
daß wir und Ihr, so möchte ich bitte,
getreu nach alter Narren Sitte
altes Brauchtum neu belebe,
den Mummenschaantz in Daxland pflege,
daß Schlampe, wie in alte Zeite,
den Frohsinn in Daxland' verbreite,
daß weiß auch wieder jedes Kind,
was Gutsle und was Kichle sind,
daß Schlampen wieder ohneScheu,
Symbol für Ehr und Wahrheit sei,
zu guter Letzt, tut net so glotze,
wenn Schlampean dein Viertele schlotze,
den dies, so will ich Euch verkünde,
befreit Euch von so mancher Sünde,
doch nun Daxlanden, sie gewiß
der Narr in uns erwachet ist.
in diesem Sinn wir grüßen froh
mit dreifachem NARRI NARRO.

Jürgen Stoll,
Zunftmeister